Nominierung zum Weltkulturerbe

Great Spas of Europe

Baden und die "Great Spas of Europe"

Baden bei Wien blickt auf eine 2000 Jahre alte Bädertradition und reiche Kulturgeschichte zurück, die sich bis heute im Stadtbild widerspiegelt.
Im 19. Jhdt. und frühen 20. Jhdt. zählt Baden bei Wien zu den europäischen Kurstädten von Weltgeltung.

Die "Great Spas of Europe", zu denen neben Baden bei Wien 10 weitere europäische Kurstädte zählen, wurden im Februar 2019 offiziell zum UNESCO-Weltkulturerbe nominiert. Inhalt der Nominierung ist die Außergewöhnlichkeit von internationalen Bäderstädten mit ihrem besonderen Siedlungstyp "Kurstadt", mit ihren landschaftlichen und städtebaulichen Besonderheiten, sowie seiner vielfältigen kulturgeschichtlichen Bedeutung für die europäische Bädergeschichte. Eingereicht ist das Phänomen der Great Spas of Europe als ganzheitliches Phänomen. Die ausgewählten Kurstädte sollen nicht für sich selbst auf die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen werden, sondern als Teil der Great Spas of Europe.

Die Great Spas of Europe setzen sich aus elf Kurstädten und aus sieben Staaten Europas zusammen: Die tschechischen Städte Karlovy Vary (Karlsbad), Mariánské Lázne (Marienbad) und Frantiskovy Lázne (Franzensbad), das belgische Spa, das französische Vichy, das englische Bath, das italienische Montecatini, sowie die deutschen Kurstädte Baden - Baden, Bad Ems und Bad Kissingen und eben Baden bei Wien aus Österreich.

Neuer Termin für UNESCO-Entscheidung
Nominierung der Great Spas of Europe wird 2021 behandelt.

Das Welterbe-Komitee hat in seiner Sitzung am 2.11.2020 den Beschluss gefasst, dass die Welterbe-Konferenzen 2020 und 2021 im kommenden Jahr zusammengefasst werden. Die vierzehntägige Konferenz wird demnach Ende Juni/Anfang Juli 2021 im chinesischen Fuzhou stattfinden. Bei dieser Tagung soll auch über die Aufnahme der Great Spas of Europe in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes entschieden werden.

Alle Details werden erst zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt. Für Baden bei Wien und seine Partnerkurstädte bedeutet diese Nachricht wieder eine klare Perspektive. Es gibt genug zu tun! Das Team der Great Spas Baden baut weiter die Kooperation zwischen den 11 Städten aus und setzt vor Ort wichtige Impulse hinsichtlich des Welterbeprozesses, auch unter Einbindung der Badener Bevölkerung.

 

OUV „Great Spas of Europe"

  • Bei den elf Bewerbern handelt es sich um Kurstädte Mitteleuropas von herausragender Bedeutung, die alle eine Frühform des modernen Tourismus entwickelt haben.
  • Sie verfügen über eine besondere Ausformung von Kurstadtstruktur und Architektur.
  • Alle elf Städte waren im 19. Jahrhundert für den gesellschaftlichen Wandel in Politik, Kultur und Gesellschaft von großer Bedeutung.
  • Nehmen medizinhistorisch einen hohen Stellenwert ein.

Bürgermeister Dipl.-Ing. Stefan Szirucsek: „Die Great Spas of Europe vereinigen die weltweit besten Adressen für Kur und Gesundheit. Das Weltkulturerbe bewirkt eine Besinnung auf die ureigentlichen Stärken dieser Städte: Gesundheit und Entspannung. Für Baden ist diese Kooperation eine einmalige Chance, die Entwicklung des Tourismus auf eine ganz neue Qualitätsebene zu stellen."

 

Great Spas of Europe - “Signing Ceremony” in Paris 

Weichen für Unterzeichnung sind gestellt 

Paris, Dienstag, 22. Januar 2019

Das Nomination Dossier der Great Spas of Europe-Bewerbung um Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste ist fertig. Ein großer Meilenstein für die ganze Bewerbergruppe. Seit 2014 haben die Städte intensiv an dem Antrag “Great Spas of Europe” gearbeitet und ihn pünktlich fertig gestellt.

Am 22. Januar 2019 werden die Antragsunterlagen offiziell von den UNESCO-Botschaftern der beteiligten Staaten und den elf Bürgermeistern in der Tschechischen Botschaft in Paris unterschrieben. 

Zu den elf beteiligten Kurorten aus sieben Ländern zählen in Österreich Baden bei Wien, sowie Baden-Baden, Bad Kissingen und Bad Ems in Deutschland, Karlsbad, Marienbad, Franzensbad in Tschechien, Spa in Belgien, Vichy in Frankreich, Montecatini Terme in Italien und Bath im Vereinigten Königreich. Sie verbindet ihre lange Tradition als europäische Kurstädte.

Besonders im 19. Jahrhundert verfügten sie über eine weltweite Ausstrahlung. Sowohl für die moderne Medizin als auch für die Freizeit- und Tourismusindustrie setzte das dort entwickelte Kurwesen wichtige Impulse. An Baden wird deutlich, dass Kurstädte auch über ein typisches Erscheinungsbild verfügen: Neben den zentralen Kurbauten für die Trink- und

Badekur prägen sie Kur-, Villen- und Versorgungsviertel, zahlreiche Gärten und Parks, Denkmäler und Aussichtspunkte ebenso wie Pavillons und Cafés.

Badens Bürgermeister Stefan Szirucsek betont: „Jetzt heißt es Daumendrücken für die Prüfung des Antrags durch das Welterbekomitee. Der UNESCO-Welterbetitel wäre eine herausragende Auszeichnung für Baden bei Wien und ein wichtiger Baustein, um die Stadt für die Herausforderungen der Zukunft fit zu machen“.

Die „harten“ Fakten zum Nomination Dossier:

  •     1434 Seiten
  •     6 Bände
  •     5,3 kg