Nominierung zum UNESCO Weltkulturerbe

Great Spas of Europe

Baden und die "Great Spas of Europe"

Baden bei Wien blickt auf eine 2000 Jahre alte Bädertradition und reiche Kulturgeschichte zurück, die sich bis heute im Stadtbild widerspiegelt. Im 19. Jhdt. und frühen 20. Jhdt. zählt Baden bei Wien zu den europäischen Kurstädten von Weltgeltung.

Die "Great Spas of Europe", zu denen neben Baden bei Wien 10 weitere europäische Kurstädte zählen, sind im Sommer 2014 in die Tentativliste der UNESCO aufgenommen worden. Der Nominierungsantrag zur Anerkennung als UNESCO Weltkulturerbe soll bis 2017 vorgelegt werden. Inhalt des Antrags ist die Außergewöhnlichkeit von internationalen Bäderstädten mit ihrem besonderen Siedlungstyp "Kurstadt", mit ihren landschaftlichen und städtebaulichen Besonderheiten, sowie seiner vielfältigen kulturgeschichtlichen Bedeutung für die europäische Bädergeschichte.

Die Great Spas of Europe setzen sich aus elf Kurstädten und aus sieben Staaten Europas zusammen: Die tschechischen Städte Karlovy Vary (Karlsbad), Mariánské Lázne (Marienbad) und Frantiskovy Lázne (Franzensbad), das belgische Spa, das französische Vichy, das englische Bath, das italienische Montecatini, sowie die deutschen Kurstädte Baden - Baden, Bad Ems und Bad Kissingen und eben Baden bei Wien aus Österreich.

 

Tagung der Great Spas of Europe" vom 10 bis 12. Mai 2017 in Baden

Vom 10. bis 12. Mai tagten die Bürgermeister der elf herausragendsten Kurstädte Europas in Baden. Gemeinsam werden diese „Great Spas of Europe" bei der UNESCO für die Anerkennung als Weltkulturerbe nominiert. Themen der Tagung waren Zeitplan und Verfahren der Einreichung sowie die Erörterung gemeinsamer Projekte. Überdies stand ein Informationsabend im Arnulf Rainer Museum am Programm, im Rahmen dessen die einzelnen Kurstädte vor zahlreichen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft vorgestellt und der „Outstanding Universal Value" der Nominierung präsentiert wurde. Dieser beschreibt, wodurch die elf Städte zur Entwicklung der Weltkultur beigetragen haben:

OUV „Great Spas of Europe"

- Bei den elf Bewerbern handelt es sich um Kurstädte Mitteleuropas von herausragender Bedeutung, die alle eine Frühform des modernen Tourismus entwickelt haben.

- Sie verfügen über eine besondere Ausformung von Kurstadtstruktur und Architektur.

- Alle elf Städte waren im 19. Jahrhundert für den gesellschaftlichen Wandel in Politik, Kultur und Gesellschaft von großer Bedeutung.

- Nehmen medizinhistorisch einen hohen Stellenwert ein.

Besonders interessant wurde es, als Toni Crouch, der World Heritage Manager der Stadt Bath, über die Erfahrungen in Zusammenhang mit dem Weltkulturerbe berichtete. Die Badenerinnen und Badener zeigten sich über die Zukunftsperspektiven, die sich für Baden mit der Zuerkennung des UNESCO Weltkulturerbestatus ergeben würden, begeistert.

Bürgermeister Dipl.-Ing. Stefan Szirucsek dazu: „Die Great Spas of Europe vereinigen die weltweit besten Adressen für Kur und Gesundheit. Das Weltkulturerbe bewirkt eine Besinnung auf die ureigentlichen Stärken dieser Städte: Gesundheit und Entspannung. Für Baden ist diese Kooperation eine einmalige Chance, die Entwicklung des Tourismus auf eine ganz neue Qualitätsebene zu stellen."