Die „Great Spas of Europe“ am Weg auf die Welterbeliste

Great Spas of Europe

Diese Nominierung der „Great Spas of Europe“, zu der auch Baden gehört, hebt die Bedeutung und herausragenden universellen Werte der Bäderkultur und -architektur als spezifisches, europäisches Phänomen hervor. Die Nominierung wurde von den sieben teilnehmenden Vertragsstaaten gemeinsam vorbereitet. Es handelt sich dabei um Österreich, Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, das Vereinigte Königreich und Tschechien.

Die Nominierung umfasst eine herausragende Gruppe von elf Kurstädten, bestehend aus: Baden bei Wien (Österreich), Spa (Belgien), Františkovy Lázně, Karlovy Vary, Mariánské Lázně (Tschechien), Vichy (Frankreich), Bad Ems, Bad Kissingen, Baden-Baden (Deutschland), Montecatini Terme (Italien) und City of Bath (Großbritannien). Für Österreich wurde die Arbeit von den zuständigen Bundesstellen zusammen mit Experten der Stadt Baden unter der Führung des Welterbe-Beauftragten StR Hans Hornyik durchgeführt.
Die Zusammenarbeit der Experten aus den sieben Staaten und elf Städten bildet seit 2012 die Grundlage für die Vorbereitung und Ausarbeitung eines Nominierungsprojekts, an dem viele weitere internationale Experten und Partner auf allen Ebenen beteiligt sind.


ICOMOS empfiehlt Aufnahme in Welterbeliste

Die 44. Sitzung des zwischenstaatlichen Welterbekomitees, die vom 16. bis 31. Juli 2021 in Fuzhou (China) stattfindet, wird über die Aufnahme der Great Spas of Europe – inklusive Baden bei Wien - auf die Liste des Welterbes entscheiden. Ein wichtiger Schritt in Richtung einer erfolgreichen Eintragung.

Das Beratungsgremium des Welterbekomitees, ICOMOS hat am 4. Juni eine Empfehlung veröffentlicht, die „Great Spas of Europe“ in die Welterbeliste aufzunehmen. ICOMOS hat bestätigt, dass die „Great Spas of Europe“ ein außergewöhnliches Zeugnis für das europäische Bäderphänomen darstellen, das von etwa 1700 bis in die 1930er Jahre seinen höchsten Ausdruck fand.
„Wir freuen uns sehr über diese positive Empfehlung, die das Potenzial der ,Great Spas of Europe‘ als Welterbe deutlich macht“, so Bürgermeister Stefan Szirucsek.
Die ICOMOS-Empfehlung ist eine wichtige Grundlage für die Entscheidung des Welterbekomitees zur Eintragung – es ist daher zu erwarten, dass in der zweiten Julihälfte die Eintragung offiziell bestätigt wird und die „Great Spas of Europe“ in die prestigeträchtige UNESCO-Welterbeliste aufgenommen werden.

Anerkennung und Gratulationen erhält Baden auch seitens der Bundes- und Landespolitik.
Bundeskanzler Sebastian Kurz unterstreicht: „Die Stadt Baden ist in ihrer historischen Erhaltung sowie der Kombination aus modernem Lebensraum und Thermenregion einzigartig. Ich wünsche Baden für die Bewerbung als UNESCO Weltkulturerbe ,Great Spas of Europe‘ viel Erfolg!“

Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner unterstreicht Badens erfolgreichen Zukunftskurs: „Baden reiht sich mit dieser Nominierung in die Liste der bedeutendsten Kultur- und Kurorte der Welt ein. Der behutsamen und konsequenten Pionierarbeit der Stadt ist es zu verdanken, dass nicht nur Gäste aus aller Welt angelockt werden, sondern Baden auch für unsere Landsleute eine lebenswerte Heimatstadt und beliebtes Ausflugs- und Freizeitziel ist und bleibt.“

Weitere Informationen zur Nominierungsdatei finden Sie unter https://greatspasofeurope.org/

Ansprechpartner: StR Hans Hornyik +43 676/812 11 489
 

Baden und die "Great Spas of Europe"

Baden bei Wien blickt auf eine 2000 Jahre alte Bädertradition und reiche Kulturgeschichte zurück, die sich bis heute im Stadtbild widerspiegelt.
Im 19. Jhdt. und frühen 20. Jhdt. zählt Baden bei Wien zu den europäischen Kurstädten von Weltgeltung.

Die "Great Spas of Europe", zu denen neben Baden bei Wien 10 weitere europäische Kurstädte zählen, wurden im Februar 2019 offiziell zum UNESCO-Weltkulturerbe nominiert. Inhalt der Nominierung ist die Außergewöhnlichkeit von internationalen Bäderstädten mit ihrem besonderen Siedlungstyp "Kurstadt", mit ihren landschaftlichen und städtebaulichen Besonderheiten, sowie seiner vielfältigen kulturgeschichtlichen Bedeutung für die europäische Bädergeschichte. Eingereicht ist das Phänomen der Great Spas of Europe als ganzheitliches Phänomen. Die ausgewählten Kurstädte sollen nicht für sich selbst auf die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen werden, sondern als Teil der Great Spas of Europe.

Die Great Spas of Europe setzen sich aus elf Kurstädten und aus sieben Staaten Europas zusammen: Die tschechischen Städte Karlovy Vary (Karlsbad), Mariánské Lázne (Marienbad) und Frantiskovy Lázne (Franzensbad), das belgische Spa, das französische Vichy, das englische Bath, das italienische Montecatini, sowie die deutschen Kurstädte Baden - Baden, Bad Ems und Bad Kissingen und eben Baden bei Wien aus Österreich.


Outstanding Universal Value (OUV) - „Great Spas of Europe"

  • Bei den elf Bewerbern handelt es sich um Kurstädte Mitteleuropas von herausragender Bedeutung, die alle eine Frühform des modernen Tourismus entwickelt haben.
  • Sie verfügen über eine besondere Ausformung von Kurstadtstruktur und Architektur.
  • Alle elf Städte waren im 19. Jahrhundert für den gesellschaftlichen Wandel in Politik, Kultur und Gesellschaft von großer Bedeutung.
  • Nehmen medizinhistorisch einen hohen Stellenwert ein.

Bürgermeister Dipl.-Ing. Stefan Szirucsek: „Die Great Spas of Europe vereinigen die weltweit besten Adressen für Kur und Gesundheit. Das Weltkulturerbe bewirkt eine Besinnung auf die ureigentlichen Stärken dieser Städte: Gesundheit und Entspannung. Für Baden ist diese Kooperation eine einmalige Chance, die Entwicklung des Tourismus auf eine ganz neue Qualitätsebene zu stellen."

 

Great Spas of Europe - “Signing Ceremony” in Paris 

Weichen für Unterzeichnung sind gestellt 

Paris, Dienstag, 22. Januar 2019

Das Nomination Dossier der Great Spas of Europe-Bewerbung um Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste ist fertig. Ein großer Meilenstein für die ganze Bewerbergruppe. Seit 2014 haben die Städte intensiv an dem Antrag “Great Spas of Europe” gearbeitet und ihn pünktlich fertig gestellt.

Am 22. Januar 2019 werden die Antragsunterlagen offiziell von den UNESCO-Botschaftern der beteiligten Staaten und den elf Bürgermeistern in der Tschechischen Botschaft in Paris unterschrieben. 

Zu den elf beteiligten Kurorten aus sieben Ländern zählen in Österreich Baden bei Wien, sowie Baden-Baden, Bad Kissingen und Bad Ems in Deutschland, Karlsbad, Marienbad, Franzensbad in Tschechien, Spa in Belgien, Vichy in Frankreich, Montecatini Terme in Italien und Bath im Vereinigten Königreich. Sie verbindet ihre lange Tradition als europäische Kurstädte.

Besonders im 19. Jahrhundert verfügten sie über eine weltweite Ausstrahlung. Sowohl für die moderne Medizin als auch für die Freizeit- und Tourismusindustrie setzte das dort entwickelte Kurwesen wichtige Impulse. An Baden wird deutlich, dass Kurstädte auch über ein typisches Erscheinungsbild verfügen: Neben den zentralen Kurbauten für die Trink- und

Badekur prägen sie Kur-, Villen- und Versorgungsviertel, zahlreiche Gärten und Parks, Denkmäler und Aussichtspunkte ebenso wie Pavillons und Cafés.

Badens Bürgermeister Stefan Szirucsek betont: „Jetzt heißt es Daumendrücken für die Prüfung des Antrags durch das Welterbekomitee. Der UNESCO-Welterbetitel wäre eine herausragende Auszeichnung für Baden bei Wien und ein wichtiger Baustein, um die Stadt für die Herausforderungen der Zukunft fit zu machen“.

Die „harten“ Fakten zum Nomination Dossier:

  •     1434 Seiten
  •     6 Bände
  •     5,3 kg